Konrad Haug, M.A., CEP | Connect – Sozietät für Finanzmanagement GmbH
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Pensionszusagen - sichere Altersrente oder Hemmschuh bei Nachfolge oder Verkauf?

Die kontinuierlich steigende Lebenserwartung und die gesunkenen Kapitalmarktzinsen für sichere Anlagen ließen in vielen Unternehmen eine Lücke in der Ausfinanzierung erteilter Pensionszusagen entstehen.

Zusätzliche Regelungen im BilMoG, wie die Rückstellungen der zugesagten Renten und das gebildete Rückdeckungsvermögen in der Handelsbilanz zu bewerten sind, erfordern in jedem Fall die Berechnung der Auswirkung auf die Bilanz 2010. In günstigen Fällen kann sich die Eigenkapitalquote verbessern, in vielen Fällen wird es zu einer Verschlechterung der Eigenkapitalquote kommen, in Einzelfällen kann eine Überschuldung resultieren. Damit beeinflussen Gestaltung und Ausfinanzierung das Basel-2 Rating.

Die durch das BilMoG eingeführte Saldierung erhöht den Handlungsspielraum neben den Optionen der Auslagerung.

Das BMF erweiterte im Rundschreiben vom 12.03.2010 den Spielraum zur handelsrechtlichen Bewertung der Rückstellungen, die steuerliche Obergrenze wurde aufgegeben.

Da nicht nur das Steuerrecht, sondern auch das Arbeits-, Sozialversicherungs- und Insolvenzrecht einem ständigen Wandel unterliegen, sollten bestehende Geschäftsführerversorgungen regelmäßig überprüft werden.

Auch die Perspektive des späteren Unternehmensverkaufs oder die Übertragung in der Familie sind in Konzeption und Anpassung der GGf-Versorgung zu berücksichtigen.

Die Rolle der Pensionszusage für die Altersversorgung des Unternehmers und seines Ehegatten und die steuerlichen und rechtlichen Aspekte bilden die Grundlage für die Strukturierung und Dotierung des Rückdeckungsvermögens.