Konrad Haug, M.A., CEP | Connect – Sozietät für Finanzmanagement GmbH
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Estate Planning 2: Unternehmensnachfolge

Durch das Erbschaftssteuerreformgesetz von 2009 wurde das Stuttgarter Verfahren zur Bewertung des Unternehmens abgeschafft. Innerhalb eines Wahlrechtes unter verschiedenen Bewertungsansätzen wird häufig das vereinfachte Ertragswertverfahren eingesetzt werden. Nach wie vor ist der Substanzwert als Mindestwert anzusetzen. Hier wirkt unter anderem die Struktur der Kapitalrückdeckung von Pensionszusagen ein.
Für eine steuerliche Begünstigung der Übertragung von Unternehmen oder Gesellschaftsanteilen über 85% oder gar 100% sind verschiedene Auflagen zu beachten.

Dazu gehören ua

  • bei GmbH´s  muß der Abgebende mehr als 25% der Anteile halten
  • Lohnsummengrenzen müssen über 5 oder 7 Jahre eingehalten werden
  • Das Verwaltungsvermögen darf 50% oder 10% nicht übersteigen
  • Das Unternehmen muß über 5 bzw 7 Jahre weiter geführt werden und es darf zu keiner nennenswerten Substanzschmälerung kommen.

Aus der Simulation der Unternehmensübertragung resultiert der Liquiditätsbedarf

  • zur Zahlung der Erbschaftssteuer und ggf Ertragssteuern
  • zur Erfüllung von Pflichtteilsforderungen
  • zur Abfindung von Miterben durch den Übernehmer, die Gesellschaft oder die Mitgesellschafter.